10 Jahre „Club 2“: Ein Tag im Adrenalinrausch

Aktualisiert: Mai 3

Adrenalin hat so seine guten Seiten, besonders bei einem Fernseh-Auftritt. Doch nach dem Kick fordert es seinen Tribut. Aber irgendwie hat es sich das auch verdient, das liebe Adrenalin.

Es war 2008 und ich auf Thermenurlaub, da überraschte mich ein Email der Club 2-Redaktion. Sie würden eine Sendung zum Thema Scheitern machen und ihr den Titel meines Buches „Die Kraft des Scheiterns“ geben. Ob ich denn auf ihrer Couch Platz nehmen wolle.


Pure Begeisterung und Stolz in dem Moment, Hitzewallungen und das Herz im Hals am Tag des Live-Auftrittes – genau heute vor zehn Jahren. „Stell dir vor, du sprichst nur mit dem Moderator und den anderen Diskussionsteilnehmer/innen“, doziere ich in solchen Momenten gerne. Seit damals weiß ich: Das hat in etwa dieselbe Wirkung wie „Nur ein kleiner Pikser, dann ist es schon wieder vorbei“ vor der Zeckenimpfung.


18:28 Uhr „Ich kann scheitern nicht mehr definieren.“

12.11.2008: Der Vormittag vor der Sendung zog sich wie der sprichwörtliche Strudelteig. Gegen Mittag war ich mir sicher, dass ich gerade furchtbar krank werde. Um 18:28 Uhr schickte ich meinem Mann ein Email: „Ich kann scheitern nicht mehr definieren.“ In der Maske zu sitzen war dann aufregend. Die Sendung selbst konnte ich sogar genießen. Anschließend war ich streichfähig; ein stundenlanger Adrenalin-Trip fordert seinen Tribut.


Nicht alle aber doch einige der 143.000 Zuschauer/innen versicherten mir, dass ich den Auftritt grandios gemeistert hätte. Die DVD habe ich mir trotzdem noch nie angesehen.



P.S.: Gerhard Scheucher hat mit dem Buchprojet das Scheitern in mein Leben gebracht. Und gut wars.


P.P.S.: Wie ich in den „Club 2“ kam? Meine großartige wortart-Kollegin Verena Brandtner und meine liebe PR-Partneragentur die jungs haben ganze Arbeit geleistet. Noch einmal „Danke!“ dafür.

Foto © Thomas Ramsdorfer

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