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10 Tipps gegen Schreibblockaden

Aktualisiert: 5. Juli 2023

Nichts geht mehr: Das Blatt bleibt leer, am Bildschirm fristet der Cursor ein einsames Dasein. Die Diagnose: Schreibblockade. Alles nicht so schlimm, dagegen lässt sich etwas unternehmen.



Kennt Ihr das? Die Wörter sollen zu Papier, aber im Kopf herrscht Leere. Statt zu schreiben, räumt Ihr den Schreibtisch auf, legt Wäsche zusammen, surft ziellos im Internet oder scrollt Euch durch den Instagram-Feed. Diese Anti-Bewältigungsstrategien sind ein klassischer Fall von Aufschieberitis und machen noch keine Schreibblockade.


Überhaupt ist das, was sich wie eine Schreibblockade anfühlen mag, in den seltensten Fällen wirklich eine. Denn meist braucht es nicht viel, um raus aus der Starre und rein ins Tun zu kommen.


Hier einige Tipps und Tools, wie Ihr (wieder) ins Schreiben kommen könnt:


1) Drauf losschreiben

Genau das machen, was gerade gar nicht geht? Ja, genau. Stift zur Hand nehmen und drauf losschreiben. Bringt einfach alle Gedanken, die Euch zu Eurem Thema einfallen, zu Papier. Aber nicht mit dem Ziel, einen bestimmten Text dabei zu produzieren! So findet Ihr langsam, aber sicher ins Thema und somit ins Schreiben hinein.


2) Sortieren, clustern, ordnen

Ihr seht Euch bei der Größe Eurer Schreibaufgabe oder der inhaltlichen Komplexität nicht raus? Oder Ihr wisst nicht so recht, wie Ihr anfangen sollt, dabei müsst ihr „eh nur“ einen kurzen Text schreiben? Vielleicht seid Ihr der Schreibtyp, der erst einmal Ordnung reinbringen muss. Dann sortiert Eure Unterlagen und erclustert Euch Eure Textstruktur und Inhalte. (Wie das funktioniert, könnt ihr hier nachlesen). So schafft Ihr Klarheit und Sicherheit – und schon könnt Ihr loslegen.


3) Laptop zu – Handy aus

Zugegebenermaßen, es ist eine Umstellung – war es auch für mich. Aber hat man sich einmal daran gewöhnt, geht das Schreiben mit Füllfeder, Bleistift, Faserschreibern,… wesentlich flüssiger und schneller von der Hand (im wahrsten Sinne des Wortes). Einfach ausprobieren und dabeibleiben – vor allem, wenn Ihr Tipp 1 einsetzt.


4) Platz wechseln

Wer sagt, dass man nur am Schreibtisch schreiben darf? Probiert einmal den Besprechungs- oder Esstisch aus oder auch die Couch mit einer harten Schreibunterlage. So ein Platzwechsel kann Wunder bewirken. Denn er sendet ein Signal ans Gehirn: Jetzt beginnt ein neuer Arbeitsschritt, in dem Fall Schreiben.


5) Ritual einführen

Ähnlich wie der Platzwechsel können auch Rituale das Schreiben einläuten: Vielleicht brüht Ihr Euch einen Tee auf, stellt ein kaltes Glas Wasser bereit, richtet eine kleine Schüssel mit Nüssen her, verwöhnt Euch mit einem Stück Schokolade oder legt die für Euch passende Musik auf (egal ob Symphonie, Walgesänge oder Death Metal – Hauptsache es wirkt).


6) Stift statt Tastatur

Zugegebenermaßen, es ist eine Umstellung – war es auch für mich. Aber hat man sich einmal daran gewöhnt, geht das Schreiben mit Füllfeder, Bleistift, Faserschreiber,... wesentlich flüssiger und schneller von der Hand (im wahrsten Sinne des Wortes). Einfach ausprobieren und dabeibleiben – vor allem, wenn Ihr Tipp 1 einsetzt.


7) Schreiben ohne zu Schreiben

Wenn gerade keine neuen Worte fließen wollen, könnt Ihr einen Eurer Texte überarbeiten. Auch so lockt Ihr Euch ins Schreiben, denn der Schreibprozess umfasst fünf Schritte: 1. nachdenken/ins Thema kommen (siehe Tipp 1), 2. Gedanken sortieren/gliedern (siehe Tipp 2), 3. Rohtexte schreiben (beachte dabei auch Tipp 9), 4. überarbeiten, 5. korrigieren. Ihr seid also mit unterschiedlichen Tätigkeiten am Schreiben, selbst wenn ihr gerade keine Buchstaben produziert.


8) In der Mitte beginnen

Wenn der Anfang nicht und nicht gelingen mag, steigt einfach beim 2., 3., x-ten Absatz in den Text ein. Bei der Schularbeit musstet Ihr vorne beginnen, jetzt könnt Ihr an der Stelle loslegen, zu der es Euch hinzieht. Ihr werdet sehen, der Anfang gelingt dann auch viel einfacher und besser.


9) Perfektionismus wegpacken

Bei wem klingt der erste Entwurf genial? Bei niemandem, nicht einmal bei Literatur-Nobelpreisträger*innen. Alle überarbeiten Texte mehrfach. Daher seid mit Euch beim ersten Entwurf nicht zu streng: Schickt Eure innere kritische Stimme auf Pause und schraubt Euren überzogenen sprachlichen Anspruch zurück auf ein realistisches Maß.


10) Vereinbare Schreibdates mit dir selbst

Nehmt Euch fixe Schreibzeiten vor und tragt sie in den Kalender ein (ja, auch und gerade bei geteilten Kalendern).


Wenn die Aufschieberitis also wieder einmal überhandnimmt, wenn gar die Angst vor dem Schreiben an sich und vor dem, was dabei rauskommt, zu groß wird, dann versucht es mit den Tipps und Tools, die ich Euch vorgestellt habe. So könnt Ihr Euch selbst aus der Schreibblockade heraus- und ins Schreiben hineinführen und letztlich wieder Freude daran finden.



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