Der (nicht zwingend steinige) Weg zur neuen Website

Irgendwann ist er unvermeidlich da – der Moment, an dem man die eigene, in die Jahre gekommene Website kaum mehr anschauen mag. Die Grafik ist ein Gräuel, die Texte lassen sich im vorhandenen Gerüst nicht mehr optimieren und überhaupt lässt der Aufbau keinen Spielraum für Neues. Eine neue Website muss her. – Ein großes Stück Arbeit, aber auch eine Chance sich selbst besser kennenzulernen.


Die Aufgabe erscheint schnell mal überwältigend. Dabei ist der Weg recht klar – man muss ihn nur Schritt für Schritt gehen und dabei alle Beteiligten immer miteinbeziehen. Das Resultat: eine wunderschöne, ansprechend geschriebene, in sich stimmige und überzeugende Website. Wie ich das angehe? Genau so:


Was darf’s denn sein?


Zu Beginn steht die Konzeption. Fast ist man verleitet zu sagen „Na no na net“. Doch der Blick auf die Realität zeigt, dass sich viele über diesen ersten Schritt „drüberschummeln“, in der irrigen Annahme, dass eh alles klar wäre. Das büßt man später mit Extrarunden. „Nur nicht hudeln“ lautet also die Devise, selbst wenn das Bedürfnis groß ist, rasch zu Ergebnissen zu kommen.


Ihr solltet euch also in Ruhe überlegen, was sich alles auf eurer Website finden und was sie leisten soll. Dabei ist es wichtig sich nicht nur über die eigenen Wünsche klar zu werden, sondern auch die Sicht der (potentiellen) Kund*innen einzunehmen: Wonach suchen sie? Welche Fragen haben sie? Mit welchen Problemen sind sie konfrontiert? Mit diesen Überlegungen im Kopf könnt ihr euch an die Sitemap, also an den Aufbau eurer Website machen.


Nun ist der beste Zeitpunkt gekommen, das eigene Wording mit kritischen Augen zu betrachten bzw. von mir betrachten zu lassen. Verfällt ihr in schwer verständliches Branchengeschwurbel? Ja – dann braucht es klare Worte und frischen Wind. Spiegeln eure Wortwahl und die Tonalität eurer Texte eure (Unternehmens-)Persönlichkeit wider? Nein – dann können wir das gemeinsam erarbeiten und Übereinstimmung herstellen.


Sich mit einer neuen Website auseinanderzusetzen, bedeutet immer auch, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das ist zwar zeitintensiv, aber lohnend.


Erste Annäherung von Grafik und Text


Ist die Basis gelegt, wird der/die Grafiker*in gebrieft, damit er/sie ein gutes Gespür dafür bekommt, was ihr euch wünscht. Neben mir als PR-Expertin und der Grafik braucht es noch Profis mit im Boot, die sicherstellen, dass die Wünsche technisch umsetzbar sind.


Von nun an arbeite ich eng mit Kund*in und Grafiker*in zusammen, vieles entsteht „im Ping-Pong“. Mehr oder weniger parallel entwirft die Grafik Musterseiten und liefere ich Infos zu Textlängen und inhaltlicher Aufteilung. Dabei gibt die Sitemap die Fahrtrichtung vor.

Aus Seiten-Dummys werden realitätsnahe Entwürfe


Von hier an „geht’s ans Eingemachte“. Texte werden geschrieben, wandern als Entwürfe zum Kunden oder zur Kundin, kommen mit vielen Wünschen retour, werden überarbeitet und sind nach einigen Durchgängen so weit, ins Layout eingearbeitet zu werden. Die Grafik durchläuft einen ähnlichen Prozess. Programmierer*innen behalten bei alledem die technische Seite im Auge.


In dieser Phase erkennt man oft, dass an der Sitemap noch kleine Änderungen notwendig sind. „Das Ding“ wächst fast schon organisch. Man mag sogar das Gefühl bekommen, es entwickelt ein Eigenleben. Es kommt auch schon mal vor, dass nun einiges über den Haufen geworfen werden muss. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Konzeption nicht genügend Zeit eingeräumt wurde. Im allerschlimmsten Fall heißt es: Zurück an den Start.


Doch gehen wir vom Besten aus, nämlich dass bis hierher alle Schritte mit der notwendigen Ruhe und Sorgfalt durchwandert wurden. Dann kommt der für alle schönste Teil: Die Früchte der Arbeit werden geerntet. Eine Seite nach der anderen wird technisch aufgesetzt, grafisch fertig gestaltet und textlich finalisiert.


Live schalten und freuen


Schließlich könnt ihr eure neue Website veröffentlichen. Ein Moment der Freude, des Stolzes, der Erleichterung. Gleichzeitig auch ein Moment des Bangens, denn nun ist die Website sichtbar und kann kritisch beäugt werden.


Meine Erfahrung dabei: Je sorgsamer die Konzeptions- und Entwurfsphase (und natürlich je genauer darauf aufbauend die Feintuning-Phase), desto besser ist die Website: Vom Aufbau, vom Text, von der Grafik, von der Zielgruppenorientierung, von der technischen Umsetzung.


Der Realitäts-Check hält


Ich habe bislang noch keine Website betreut, die den kritischen Blick von außen nicht standgehalten hätte. Das freut mich. Es war nämlich immer ein schönes Stück Arbeit und es ist viel Herzblut hineingeflossen. Gleichzeitig war es eine bereichernde Zeit für meine Kundinnen und Kunden.


Hier seht ihr zwei Seiten, die in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickt haben: Die des Beratungsunternehmens Joshua Consulting und die der Kulturorganisation space and place.




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