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13 Tipps im Umgang mit dem inneren Kritiker

Die innere kritische Stimme ist ein unguter Geselle. Laufend meldet sie sich zu Wort und redet einem etwas ein: „Du kannst nicht schreiben.“ Oder: „Du übernimmst dich mit diesem Projekt.“ Diese und ähnliche Wortmeldungen können zu einer veritablen Schreibkrise führen. Werden die Stimmen zu laut, ist es an der Zeit, sie sich genauer anzusehen und etwas gegen ihr Gepolter zu unternehmen.


Vorneweg gehört gesagt: Die innere kritische Stimme gehört zu Euch. Sie drückt unter anderem Ängste aus. Etwa zu versagen, dem eigenen oder fremden Anspruch nicht zu genügen, nicht rechtzeitig fertig oder abgelehnt zu werden. Daher hat sie auch ein Recht darauf, gehört zu werden. Doch wenn sie Euch beim Schreiben stört, solltet Ihr sie in die Schranken weisen. Mit diesen 13 Strategien kann es gelingen.


1) Schreibprozess vergegenwärtigen

Wenn Ihr Euch denkt, dass Ihr einer Aufgabe nicht gewachsen seid, jedoch gerade erst Material sammelt und sortiert, macht Euch bewusst, dass auch das bereits zum Schreibprozess dazugehört – selbst wenn ihr noch keine Wörter produziert.

Wenn Ihr am ersten Textentwurf arbeitet, könnt Ihr kritische Stimmen, die anmerken, dass der Stil nicht passt, getrost in die Wüste schicken. Roh-Texte sind per Definition nicht ausgefeilt, sondern eben Roh-Diamanten.

Und wenn die kritische Stimme Euch beim Überarbeiten ins Ohr flüstert, dass Ihr viel zu viel ändert und der Text daher nicht gut genug sein kann: Dann haltet Euch vor Augen, dass ein Text immer mehrere Überarbeitungsrunden benötigt und mit jeder besser wird. Texte brauchen Zeit zum Reifen.


2) Zeit begrenzen

Die kritische Stimme schreit zumeist direkt beim Schreiben am lautesten. Also genau dann, wenn man sie am wenigsten braucht. In dem Fall setzt Euch ein Limit. Stellt den Wecker auf zehn, 15 oder 20 Minuten – je nach Schreiberfahrung und Schreibaufgabe. Im Wissen, dass die Zeit begrenzt ist, werdet Ihr wesentlich fokussierter arbeiten und könnt den Zensor / die Zensorin besser in Schach halten.


3) Raum geben

Eure kritische Stimme lässt Euch so gar nicht in Ruhe? Dann ist es vielleicht an der Zeit, einmal genauer hinzuhören. Denkt in einem Freewriting schriftlich darüber nach, woher die Stimme kommt, was Ihr ihr entgegenhalten könnt und wie eine Lösung aussehen kann.

Oder tretet schreibend in Dialog mit Eurem / Eurer inneren Zensor*in. Ich meine damit, dass Ihr tatsächlich einen Dialog schreibt: fragt etwas, schreibt die Antwort, fragt wieder, gebt Euch Antwort auf die Frage, widersprecht und lasst Euch von der Antwort überraschen und so weiter. Ihr werdet sehen, wird sie erst einmal angehört, verstummt die kritische Stimme meist für ein Weile oder wird zumindest leiser.


4-13) Tipps gegen Schreibblockaden beachten

In einem anderen Blog-Artikel gebe ich 10 Tipps gegen Schreibblockaden. Ich zeige darin unterschiedliche Zugänge, um zu verhindern, dass die kritische Stimme zu schreibtechnischen Lähmungserscheinungen führt. Versucht einige Strategien und findet so heraus, mit welchen Ihr am besten ans Ziel kommt.



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